Gipskarstlandschaft
Hainholz


"Eine Landschaft stellt sich vor"

Die Gipskarstlandschaft Hainholz liegt südlich der Kreisstadt Osterode am Harz zwischen den Ortschaften Schwiegershausen, Düna und Hörden. Als ein besonderes Naturschutzgebiet ist es nicht nur von gesamtstaatlich repräsentativer Bedeutung sondern auch Teil des FFH- Gebietes 133 "Gipskarstgebiet bei Osterode". Die Häufung verschiedener geologischer Erscheinungsformen des Karstes wie z.B. Erdfälle, Höhlen, Dolinen, Bachschwinden, Schlotten und Karstkegel sowie ihr funktionelles Zusammenspiel auf engstem Raum ist in diesem Gebiet für Deutschland einmalig. Sie ist die letzte noch intakte Karst- und Kulturlandschaft auf Gips in Niedersachsen.

Die Gipskarstlandschaft war seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts immer wieder durch drohenden Gipsabbau gefährdet. Im Rahmen eines von Bund, Land und Landkreis geförderten Naturschutzgroßprojektes hat der Landkreis Osterode am Harz im großen Umfang Flächen durch Kauf oder Pacht erworben und damit den Fortbestand dieser Landschaft gesichert.

Zur Entwicklung, Pflege und Sicherung sind eine Vielzahl sog. Biotop-Maßnahmen umgesetzt worden. Artenreiches Grünland stellt den weitaus größten Teil der erworbenen Flächen dar und wird unter Auflagen verpachtet.

Im Juni 1997 führte eine Orkan zu einem großflächigen Windwurf. Seitdem können nur wenige Wege im Wald betreten werden. Ein Netz aus Rundwanderwegen begleitet von Lehrtafeln führt den Besucher durch eine abwechslungsreiche Landschaft von hervorragender Schönheit.

 


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